Unsere konsequente Treibhausgas-Reduktion unterstützt auch unsere Kunden.



Digital Elektronik CFO Johannes Hainzl im Interview


Johannes Hainzl ist CFO des erfolgreichen Familienunternehmens Digital Elektronik in St. Leonhard. Das Unternehmen entwickelt und fertigt digitale Lösungen für die Industrie und verschränkt dabei Innovation mit Nachhaltigkeit.  

Was ist generell der Zugang Ihres Unternehmens zum Thema Nachhaltigkeit?
Wir haben uns dieser Frage im Zuge der Einführung der ISO 14001 gestellt und sind dabei auf mehrere Dimensionen gekommen. Die erste ist die Nachhaltigkeit unserer Infrastruktur, hier haben wir bereits Maßnahmen umgesetzt, wie beispielsweise den Bau von Photovoltaikanlagen oder die Energieeinsparung durch Betonkernaktivierung. Und natürlich werden Neubauten in Zukunft entsprechend nachhaltig gebaut. Die zweite Dimension ist die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema „zukünftige Mobilität“ inklusive der Mitarbeiter-Mobilität. Und die dritte sind die Produktentwicklungen für unsere Kunden.

Was war Ihre Motivation, die ISO 14001 einzuführen?
Das war ein Anstoß aus der Branche, da ist man sich einig, dass ein Umweltmanagement-System Standard sein muss. Im Zuge der Einführung haben wir erkannt, dass wir nicht nur ein Siegel bekommen, sondern dass auch neue Sichtweisen entstehen. Diese wurden durch unsere Salzburg2050 Partnerschaft noch durch weitere Aspekte ergänzt. Was am Anfang eine Entscheidung auf Basis finanzieller Überlegungen war, hat letztendlich zu einem spannenden Meinungsbildungsprozess geführt, bei dem wir viel gelernt haben.

Sie beraten auch Ihre Kunden bei der nachhaltigen Produktentwicklung.  
Wenn wir Nachhaltigkeit im Gesamtkontext betrachten, dann ist es für uns eine der spannendsten Herausforderungen, unsere Kunden dahingehend zu beraten, wie ihre Produkte nachhaltiger produziert werden können. Beispielsweise kann man Gehäuseteile aus Kunststoff oder aus Metall konzipieren. Metall hält länger, ist gut recyclingfähig, Kunststoff ist aber billiger. Das ist die Herausforderung, da heute oft noch der Preis dominiert. Wir wollen hier nicht zu forsch reingehen, sondern Anstöße für die Entwicklung nachhaltiger Produkte geben. Zusätzlich ermöglichen wir unseren Kunden aufgrund unserer konsequenten Treibhausgas-Reduktionen eine Senkung des CO2-Fußabdruckes ihrer Produkte.

Wir sehen es als unsere Aufgabe, den Aspekt der Langlebigkeit in die Breite zu bringen. Dafür haben wir bereits jetzt gute Voraussetzungen, weil wir generell eine auf Langlebigkeit ausgelegte Produktpalette haben. Diese kann noch dazu größtenteils gut „zerlegt“ werden, wir verkleben kaum, wir stecken oder verschrauben. Das ist für uns schon heute Standard, den wir um den Aspekt „Langlebigkeit“ Schritt für Schritt ergänzen wollen.

Damit sind Sie schon mittendrin in einem der wichtigsten Themen der kommenden Jahrzehnte, der Kreislaufwirtschaft.
Richtig. Wir haben erkannt, dass wir unser komplexes Knowhow und unsere Erfahrung einsetzen können, damit die Produkte unserer Kunden der Kreislaufwirtschaft am besten entsprechen. Da wollen wir ganz vorne dabei sein, weil wir bemerken, dass unsere Expertise einen großen Mehrwert für unsere Kunden darstellt. 

Würden Sie sich von politischer Seite mehr Unterstützung wünschen? Und wenn ja, wie sollte die ausschauen?
Zum ersten ist es für ein gewinnorientiertes Unternehmen hauptsächlich durch Förderungen attraktiv. Die Corona-Fördermaßnahmen, die an diese Ökologie gekoppelt waren, habe ich als sehr sinnvoll empfunden. Zum zweiten geht es bei der Gesetzgebung um klare Aussagen - beispielsweise eine konkrete Ansage, ab wann Verbrennungsmotoren verboten werden. Eine klare Gesetzgebung hat den größten Hebel, etwas zu verändern. Im Rahmen des Green Deals der EU scheint hier vieles auf dem Weg zu sein.   

Was sind die größten Herausforderungen der Digital Elektronik auf dem Weg zur Klimaneutralität?
Die größte Herausforderung ist bei uns der Energieverbrauch in der Elektronik-Produktion. Das ist prozessbedingt durch Lötöfen schwierig, da diese extrem energieintensiv sind. Da kann man nicht auf vollständige Kompensation durch PV-Anlagen setzen, da die Spitzenleistung viel zu hoch ist, um sie abdecken zu können. Wir werden hier auf Ökostrom umstellen. Die anderen Punkte stellen für uns keine so große Herausforderung dar, wir haben uns hier das klare Ziel gesetzt, uns permanent zu verbessern.

Welche nächsten Schritte sind geplant?
Wir haben in der letzten Zeit sehr viel in unsere Infrastruktur investiert. Der nächste Schritt geht dahin, 100 % erneuerbaren Strom zu verwenden. Zusätzlich haben wir weiterhin unsere Mobilität im Blick und wollen gefahrene und geflogene km deutlich reduzieren. Auch die PV Anlagen-Kapazität soll nochmal um ca. 60% erweitert werden.

 


Unternehmen sollten bewusst eine Vorreiterrolle einnehmen
Claudia Rosmanith zur aktuellen Situation
Alle Informationen zum Umstieg auf erneuerbare Energie
Beratungsstellen in den Bundesländern
Anpassung an den Klimawandel.
Status für Österreich und die einzelnen Bundesländer.
Beratung Mobilitätskonzepte

Lösungen für alle Mobilitäts-Ansprüche

Zu den Beratern 
Beratung CSR, Energie und CO2-Bilanz

Chancen erkennen und strategisch umsetzen

Zu den Beratern 
Top