Das Wiederaufbau-Programm der EU unterstützt Unternehmen bei der Neu-Positionierung.

taxsolution GF Werner Wurz im Interview



Werner Wurz, GF der taxsolution in Wien, hat seine Klienten erfolgreich durch die Pandemie begleitet. Im Wiederaufbau-Programm der EU sieht er großes Potential.
 
Durch den Green Deal rückt das Thema Klimaschutz jetzt auch für Unternehmen in den Vordergrund. Wie gehen Unternehmen nach diesen wirtschaftlich schweren Zeiten mit dieser neuen Herausforderung um?
Ich glaube, viele nehmen die Chance wahr, sich von anderen Unternehmen, die diese Situation noch nicht richtig erkannt haben, abzusetzen. Diese Unternehmen wissen bereits, dass sie sich mit Engagement im Klimaschutz gut positionieren können und es immer wichtiger wird, dieses Engagement auch sichtbar zu machen. Bei meinen Klienten sehe ich das vor allem beim Thema E-Mobilität. Das ist nicht nur ein interessantes, sondern auch ein speziell für Unternehmen lukratives Thema, da der Kauf von E-Autos inzwischen wesentlich günstiger ist. Unternehmen schauen, in welchen Bereichen E-Mobilität für sie machbar ist und sind hier sehr aufgeschlossen.   

Österreich erhält aus Brüssel 3,5 Mrd. Euro für den Wiederaufbau nach der Pandemie, 37 % sollen dafür zur Erreichung der europäischen Klimaziele erreicht werden. Finden Sie die Verbindung dieser beiden Ziele sinnvoll?
Ja, ich glaube, dass man das gut kombinieren kann. Unternehmen können die Pandemie auch als Möglichkeit sehen, ihre bisherige Produkt- oder Dienstleistungsstrategie zu überdenken und auch auf die im Green Deal geforderte Nachhaltigkeit zu überprüfen. Das kann dazu führen, dass sich Unternehmen in eine andere Richtung entwickeln wollen und dann ist es natürlich einfacher, wenn man Unterstützung hat, anstatt alles zu 100 % selbst finanzieren zu müssen. Deshalb glaube ich, dass der eine oder andere die Gelegenheit wahrnimmt, das eigene Geschäftsfeld ein bisschen abzuändern oder sich sogar ganz neu auszurichten.

Auch Sie selber steigen auf E-Mobilität um. Was hat Sie dazu bewegt?
Die Technologie ist inzwischen viel weiter ist als noch vor einigen Jahren. Ich überlege schon seit einiger Zeit bei jeder Neuanschaffung eines Fahrzeuges, ob ein E-Auto auch in Frage kommt. Inzwischen sind die Reichweiten so gut, dass es funktioniert. Dass die Anschaffung eines E-Autos durch Förderungen unterstützt wird ist auch ein Motiv.

Grundsätzlich ist es aber so, dass ich auch meinen Teil dazu beitragen möchte. Man kann das aber nicht von allen verlangen. Ein Vertreter, der täglich viele Kilometer fahren muss, tut sich mit einen E-Fahrzeug schwerer als jemand, der 20 oder 30 km ins Büro fährt oder einmal in der Woche einen Auswärtstermin hat, der aber auch nicht weiter weg ist als 100 km. Für mich reicht ein E-Autos durchaus. Für längere Fahrten – quer durch Österreich oder auch in den Urlaub – ist es ohnehin sinnvoller, darüber nachzudenken, ob man 6 oder 7 Stunden ohne Pause am Steuer sitzen will oder ob man nicht ohnehin nach 3 Stunden eine Pause machen sollte, in der das Fahrzeug dann aufgeladen werden kann.

Glauben Sie, dass das Thema Klimaschutz über die Wirtschaft bewegt werden kann oder sind noch zusätzliche Maßnahmen nötig.
Momentan habe ich so den Eindruck, dass viele noch am Floriani-Prinzip festhalten: Die anderen sollen etwas tun, aber nicht wir. Ich höre oft das Argument, dass, wenn Indien oder China nichts machen, man als kleines Unternehmen in Österreich ja sowieso nichts bewegen kann. Hier bedarf es noch einer gewissen Bewusstseinsbildung und griffiger Argumente, die man Skeptikern entgegenhalten kann. Oder Belege beispielsweise dafür, was es der Umwelt konkret bringt, wenn die E-Mobilität von 10 % auf 20 % steigt.

Bei anderen Themen hat das auch funktioniert. Das Stichwort „Think global, act local“ ist in vielen Köpfen und hat dazu geführt, dass man wieder zum Bauern im eigenen Dorf geht und zum Greisler im eigenen Ort, die Pandemie hat diese Entwicklung noch verstärkt. Da hat ein Umdenken stattgefunden. Ich glaube, dass es mit dem Klima und mit den Energieressourcen genauso sein sollte und sein wird, aber es dauert halt noch ein bisschen.

 


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