Verbrenner zu fahren wird teurer.

BIEM GF Helmut-Klaus Schimany im Interview



Helmut-Klaus Schimany, Vorstandsvorsitzender der BIEM (Bundesinitiative eMobility Austria) sieht für die Nutzung von E-Fahrzeugen in Zukunft deutlich bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Warum ist es so wichtig, dass Unternehmen sich jetzt mit der Umstellung ihres Fuhrparkes auf alternative Antriebe auseinandersetzen?
Fakt ist, dass sich mit großer Wahrscheinlichkeit die Rahmenbedingungen für den Betrieb eines Verbrennungsfahrzeuges in den nächsten 36 bis 48 Monaten ändern werden. Das bedeutet etwa eine erhöhte Mineralölsteuer, möglicherweise eine erhöhte Maut. Alle Informationen im Vorfeld deuten darauf hin, dass es nach Inkrafttreten der CO2-Steuerreform deutlich teurer wird, einen Verbrenner zu fahren.

Was damit in Verbindung steht ist – auch durch diese Verteuerung – dass möglicherweise die Restwerte eines Verbrennungsfahrzeuges dann nur mehr schwer zu kalkulieren sind. Wir haben derzeit eine AfA (Absetzung für Abnutzung) bei PKWs von 8 Jahren und bei Nutzfahrzeugen von 6 Jahren. Es lässt sich im Moment nicht abschätzen, wie ein Verbrennungsfahrzeug, das heute gekauft wird, am Ende der AfA verkauft werden kann.

Daher ist es wirtschaftlich sinnvoll, dass sich ein Unternehmen rechtzeitig damit auseinandersetzt, auf alternative Antriebe umzusteigen. Ebenso sinnvoll ist es zu prüfen, ob der Strom, der für den Antrieb benötigt wird, im Unternehmen selbst erzeugt werden kann.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Umstellung auf E-Mobilität?
Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass nahezu alle betrieblichen Anforderungen – vor allem in der Klasse der leichten Nutzfahrzeuge – mit E-Fahrzeugen abgedeckt werden können. Auch ein PKW mit einer Jahresleistung von 30.000 bis 35.000 km ist in den meisten Fällen problemlos einsetzbar.

Wichtig ist, dass man die Touren und die Nutzung der Fahrzeuge genauer betrachtet und bei Bedarf optimiert. Ebenso wichtig ist es sicherzustellen, dass das Laden problemlos machbar ist. Hier sollte man sich anschauen, welche Möglichkeiten am eigenen Standort umsetzbar sind und welche Möglichkeiten im öffentlichen Raum bestehen.

Was erwartet die Teilnehmer bei der e-Mobility Fachkonferenz 2021?
Neben spannenden Vorträgen und Diskussionen werden sehr viele Best-Practice-Beispiele von Unternehmen vorgestellt, die umgestellt haben oder in Umstellung sind. Außerdem gibt es eine große Auswahl an E-Fahrzeugen, die man auch testen kann. Und selbstverständlich wird auf der Fachkonferenz über alles rund um´s Laden, über Lastenmanagement, über Lade-Infrastruktur usw. informiert.

Die Teilnahme an dieser spannenden Veranstaltung ist für Fachgäste kostenlos.
https://e-fachkonferenz.at/


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